Ausländische Studenten haben finanzielle Probleme in Deutschland, nachdem ein Sperrkonto Anbieter die monatlichen Zahlungen gestoppt hat

Hunderte ausländische Studierende in Deutschland sind in finanzielle Not geraten, nachdem der deutsche Anbieter für Sperrkontos BAM Bundesweites Anlagenmanagement mit Sitz in Hamburg die Zahlung der festen monatlichen Beträge eingestellt hat, welches die Studenten vor ihrer Ankunft in Deutschland auf ihren Konten eingezahlt haben.

Der jeweilige Sperrkonto-Anbieter offerierte Studierenden ein sogenanntes Rundum-Sorglos-Paket von 60 Euro für ein Sperrkonto bei der Aareal Bank in Wiesbaden an, das bei anderen Banken in Deutschland weitaus teurer ist.

Die Studenten haben sich äußerst über die Situation geärgert und weder die BAM noch die Aareal Bank boten ihnen keinerlei Hilfe an und verlangtem zu dem noch von den Studenten, dass sie in Deutschland Miete und Krankenversicherung zahlen müssen, während die Zahlungen seit Juni eingestellt wurden.

„Sie haben sechs Ratenzahlungen bezahlt, aber diese Woche ging alles bergab. Ich habe die Juni-Zahlung nicht erhalten (es hätte am 28. oder 29. Ausgezahlt werden sollen), die Website ist nicht erreichbar und offensichtlich haben sie auf keinen meiner Kontaktversuche per E-Mail geantwortet, außerdem habe ich zwei Telefonnummern gefunden, welche direkt zur Mailbox führen. Sie haben alle meine Ersparnisse“, schrieb ein Student auf Reddit.

Über 180 Studenten aus den USA, Senegal, Libanon und Südkorea haben sich in einer Telegram-Gruppe zusammengeschlossen. Nach der Berechnung des jeweils eingezahlten Geldes auf die Sperrkonten der Studierenden kommt der Gesamtbetrag der bis Mitte Juli eingereicht wurde, auf eine Summe von 800.000 Euro.

Anfang Juli hatte die Finanzaufsichtsbehörde für Deutschland, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die BAM aufgefordert, das unerlaubte Einlagengeschäft dringend einzustellen, mit der Begründung, Sperrkonten seien rechtswidrig.

Dieselbe Behörde wies darauf hin, dass die Sperrkontos nicht den Studenten gehörten, während der Anbieter die Geldbeträge der Studenten auf seinem eigenen Konto ansammelte; daher war es der Aareal Bank nicht gestattet, Zahlungen an die Studenten weiterzusenden.

Auch der Bundesverband ausländischer Studierender (BAS) hat sich mit der Besorgnis, dass Studierende ihr Geld nicht erhalten, auseinandergesetzt, betont jedoch, dass sie die Information erhalten haben, dass die Studierenden und Bewerberinnen und Bewerber innerhalb von zwei Wochen Ihre Zahlungen erhalten werden.

Der Verband hat ebenfalls den Außenminister Heiko Maas aufgefordert, die Zuschüsse so schnell wie möglich an die Studierenden auszuzahlen, und appellierten an den Bundestag und anderen wichtige Organisationen in Deutschland, eine Wiederholung einer solchen Situation zu vermeiden.

Nach Schätzungen des Bundesverbandes ausländischer Studierender (BAS) betragen die Schulden an mehr als 200 Studierenden über 2 Millionen Euro.

Deutschland verpflichtet ausländische Studierende, die aus Nicht-EU- oder Nicht-EWR-Staaten kommen, ein Sperrkonto zu eröffnen, um ein deutsches Studentenvisum oder eine Aufenthaltserlaubnis für das Studium in Deutschland beantragen zu können, welches als Nachweis über genügen finanzielle Mittel für die Lebenshaltungskosten für das erste Jahr in Deutschland verwendet wird. Ab 2021 müssen internationale Studierende mindestens 10.332 Euro auf das Sperrkonto einzahlen, während sie monatlich nur 861 Euro abheben dürfen.

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