Ausländische Studenten in Deutschland haben finanzielle Probleme, nachdem der Anbieter des Sperrkontos die monatlichen Zahlungen eingestellt hat

Aufgrund der Ungewissheit internationaler Studierender, dass der deutsche Sperrkontoanbieter BAM Bundesweites Anlagenmanagement mit Sitz in Hamburg monatliche Zahlungen in Höhe von 861 € einstellt, die Studierende in ihrem Heimatland auf den angeblichen Konten überwiesen haben, wird die Aareal Bank AG endlich die Geldbeträge an alle in Deutschland lebenden BAM-Kunden überweisen, darunter auch Studenten, dies teilte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mit.

Die Bank wird Zahlungen für Juli und August 2021 an alle in Deutschland lebenden internationalen Studierenden überweisen, die Sperrkonten bei der jeweiligen Firma eröffnet haben und die, die monatlichen Zahlungen vor dem 1. Juni dieses Jahres erhalten haben.

„Studierende, die sich erst seit Juni 2021 in Deutschland aufhalten und noch keine Auszahlungen von Ihrem „Sperrkonto“ erhalten haben, werden gebeten, sich unter folgender Adresse an die Aareal Bank AG zu wenden und eine inländische Kontoverbindung (Name des Kontoinhabers, IBAN des Bankkontos und BIC des Kreditinstituts) mitzuteilen“, heißt es in der Pressemitteilung der BaFin.

Darüber hinaus fordert die Aareal Bank die Studierenden auf, einige Dokumente im digitalen Formular beizufügen, um ihre Identität zu überprüfen.

Zu diesen Dokumenten gehören:

  • Reisepass oder Ausweisdokument,
  • das erteilte deutsche Visum oder die Aufenthaltserlaubnis oder die Immatrikulationsbescheinigung an einer bestimmten Hochschule (falls Visum oder Aufenthaltstitel noch nicht erhalten sind)
  • Einreisestempel der Bundespolizei
  • den Einreisestempel der Bundespolizei, sowie
  • Sperrkontobestätigung („Blocked Account Confirmation“) der BAM und
  • Blocked Account Transfer Instructions“ der BAM.

In derselben Pressemitteilung hob die BaFin hervor, dass alle Kunden der BAM, auch internationale Studierende, die bereits in Deutschland leben oder aufgrund von Visaverzögerungen noch nicht eingereist sind, werden gebeten, sich an einen neuen zugelassenes Kreditinstitut für das Sperrkonto zu wenden. Darüber hinaus wird die Aareal Bank AG die Gelder des Sammeltreuhandkontos für BAM-Kunden auf deren neue Konten überweisen.

„Um mögliche Nachteile im deutschen Aufenthaltsrecht zu vermeiden, werden Studierende aus Drittstaaten, die ein angebliches „Sperrkonto“ bei der BAM eröffnet haben, gebeten, die in dieser Bekanntmachung genannten Vorgaben zu beachten“, heißt es außerdem in der Pressemitteilung.

Die für die Umsetzung des Aufenthaltsgesetzes zuständigen Bundesländer wurden vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) über die Situation informiert und haben dafür zu sorgen, dass den Kunden der BAM keine aufenthaltsrechtlichen Nachteile entstehen, wenn diese nachweisen können, dass sie rechtzeitig die Eröffnung eines neuen Sperrkontos bei einem anderen Anbieter eröffnet haben.

Ausländische Studenten aus Nicht-EU- oder Nicht-EWR-Staaten, die nach Deutschland kommen, müssen bei der Beantragung eines Studentenvisums oder Aufenthaltstitel zum Zweck des Studiums in Deutschland ein Sperrkonto eröffnen, zum Nachweis über genügen finanzielle mittel für die Lebenshaltungskosten, das für das erste Studienjahr 10.332 Euro beträgt.

Studierende haben sich für die Eröffnung eines Sperrkontos bei der BAM entschieden, da ihnen günstige Preise angeboten wurden, das sogenannte Rundum-Sorglos-Paket im Wert von 60 Euro für ein Sperrkonto bei der Aareal Bank in Wiesbaden. Diese hat es jedoch seit Juni dieses Jahres nicht geschafft, Studenten die festen monatlichen Zahlungen zu überweisen.

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